Ätherische Öle selbst herstellen

Ätherische Öle sind aromatisierte sekundäre Pflanzenstoffe. Sie dienen der Pflanze zum Schutz, zur Fortpflanzung, zur Kommunikation und auch zur Stärkung der Widerstandskraft gegen UV-Strahlung. Und genau diese Stoffe können beim Menschen auch bestimmte Wirkungen erzielen.

Bereits vor 4000 Jahren wurden diese bemerkt und sind seitdem fester Bestandteil in der heutigen Medizin. Die arzneilich wirksamen Bestandteile wurden damals für die Herstellung von Salben und zur Räucherung genutzt. Auch bei religiösen Zeremonien wurden Salböle und Duftwasser hergestellt. Rezepturen wurden weiterentwickelt und perfektioniert, sodass heute Naturkosmetika und Aromatherapien zahlreich angeboten werden.

Eine Aromatherapie zielt auf bestimmte Wirkungen hin und wird von naturheilkundlichen Therapeuten angewandt. Früher durch mühevolle Enfleurage hergestellt, findet heute eine Destillation mit Wasserdampf statt. Da einige Pflanzen aber hitzeempfindlich sind, kann dies nicht bei allen angewandt werden. Andere Möglichkeiten sind das Kaltpressen, ein schonendes Verfahren bei Zitrusfrüchten und auch die CO2-Extraktion bei Blütenölen.

Ein Stimulanz für Körper und Geist

Auf eine besonders schonende Art kann die Flora zur Symptombesserung sowie der Symptomlinderung genutzt werden. Sie ist eine attraktive und klare Alternative zur klassischen Schulmedizin. Die Pflanzenwelt hat einiges zu bieten und ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Viele haben damit bereits Erfahrungen gemacht. Sie haben bemerkenswert positive Wirkungen auf Körper sowie Geist.

Das Wort ‚ätherisch‘ wird aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet ‚die reine Himmelsluft‘. Und diese kann zielgerichtet bei Krankheitssymptomen besser gesagt Krankheitsbildern eingesetzt werden. Klassisch finden ätherische Öle Verwendung bei Erkrankungen der Atemwege, zur Beruhigung und Angstlösung, zur Hautpflege sowie bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Sogar schmerzlindernd können diese durch die Ausschüttung von bestimmten Botenstoffen wie dem Glückshormon Serotonin wirken.

Bei topischer Anwendung, sprich lokal auf der Haut, können sie eine positive Wirkung auf unsere körpereigenen Botenstoffe für Entzündungen haben.

Anwendungsmöglichkeiten ätherischer Öle

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten ätherische Öle anzuwenden, sodass diese abgestimmt an den passenden Ort gelangen können um dort zu wirken.

  • Inhalation bei Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Sinusitis, Rhinitis oder grippalen Infekten durch Hinzufügung der Öle in Inhalatoren (Salbei, Thymian…)
  • Hautpflege durch die Zugabe von ätherischen Ölen zu einer Basisöl oder Creme zur Pflege beanspruchter Haut (Olive, Mandel…)
  • Orale Einnahme von Präparaten, die eine ganzheitliche Wirkung erzielen (Eukalyptus, Fenchel…)
  • Einreibungen bei Kopfschmerzen (Pfefferminzöl) oder Schmerzen (Arnika)
  • Lösungen zum Gurgeln für eine Verringerung von Viruslast, Entzündungen der Mundschleimhaut oder Stärkung des Immunsystems (Kamille, Orange…)
  • Verneblungen der Öle durch Duftlampen für einen angenehmen Raumduft oder als Einschlafhilfe (Lavendel, Teebaum, Jasmin…)
  • Ätherische Öle als Badezusatz für eine ganzheitliche, wohltuende Wirkung, die auch bei Verspannungen wunderbar hilft (Sandelholz, Bergamotte, Rose…)
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Herstellung von ätherischen Ölen von Zuhause

Eine eigene Herstellung erfordert einen erhöhten Aufwand, jedoch ermöglicht es die natürliche Verwertung der ausgewählten Pflanzen auch aus dem eigenen Garten und kann so zum spannenden Hobby werden. Denn möchte man wirklich reine Präparate, stellt man diese auf natürliche Weise selbst her.

Als wichtigstes Material wird eine Destille benötigt, die sie online leicht und legal erwerben können. Durch das bereits erwähnte Prinzip der Destillation mit Wasserdampf entstehen schlussendlich die wertvollen Öle. Zerkleinern sie hierfür die trockenen Pflanzen oder Kräuter in kleinste Teile. Diese werden auf das vorgesehene Sieb gelegt und der darunter liegende Behälter wird mit Wasser gefüllt und schlussendlich erhitzt.

Durch die Erhitzung steigt das sogenannte Hydrolat (destilliertes Wasser) und das ätherische Öl durch ein gekühltes Rohr in den zweiten Behälter. Nun muss das Öl mithilfe einer Spritze oder Pipette vom Wasser getrennt werden. Dies erfordert Fingerspitzengefühl. Doch ist das geschafft, kann das Öl in einem passenden Glasbehälter geschützt gegeben werden. Dieses sollte ein paar Tage ohne Verschluss atmen und dann luftverschlossen in einem kühlen Raum gelagert werden.


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